Ich erinnere mich an mein erstes Jahr als Scrum Master.
Daily. Technische Diskussion. Kubernetes. CI/CD. Legacy-Systeme. Ich verstand: Bahnhof.
Und heute? Höre ich etwas Neues in den Gesprächen mit Agile Coaches:
"Die reden jetzt über KI-Integration im Sprint." "Mein PO will Velocity mit KI verdoppeln. Ich weiß nicht mal wo anfangen." "Bin ich noch relevant oder überholen mich die Entwickler einfach?"
Das Hochstapler-Gefühl ist zurück. Aber diesmal nicht nur bei den Neuen. Sondern bei fast allen.
Und ich sage dir etwas, das ich mir damals gewünscht hätte: Deine Aufgabe war nie, die Technologie zu verstehen. Deine Aufgabe war immer, die Menschen zu verstehen.
Wann läuft das Team in Kreisen? Wann ist jemand frustriert, sagt es aber nicht? Wann braucht das Team Raum und wann braucht es einen Impuls?
Das sind keine KI-Skills. Das sind Interventions-Skills. Und die werden in einer Welt, in der alles schneller und unübersichtlicher wird, nicht weniger wichtig. Sondern mehr.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Scrum Master? Nicht das Tool-Wissen. Die Fähigkeit, in Unsicherheit ruhig zu bleiben und das Team zu halten.
Das wirst du nicht los. Das ist dein Wert.
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