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Gestern Kollegin, heute Chefin – und niemand sagt dir, wie

Gestern Kollegin, heute Chefin – und niemand sagt dir, wie

Die Beförderung war ein guter Tag. Der Tag danach war komplizierter. Plötzlich bist du nicht mehr Teil der Runde, die in der Kaffeeküche über die Führung lästert – du bist die Führung.

Und sofort sind da die Fragen: Bin ich zu nett? Zu hart? Darf ich noch befreundet sein mit Menschen, deren Gehalt ich jetzt verhandle? Die meisten frisch beförderten Führungskräfte bekommen darauf keine Antwort – sie bekommen einen Titel und viel Glück.

Der Fehler, den fast alle machen

Viele kopieren in den ersten Wochen eine Führungskraft, die sie selbst mal gut fand. Das Problem: Eine geliehene Rolle hält dem Druck nicht stand. Spätestens im ersten schwierigen Gespräch fällt die Maske – und das Team merkt es sofort.

Authentische Führung heißt nicht, „du selbst zu bleiben" und sonst nichts zu ändern. Es heißt, ein Führungsprofil zu entwickeln, das zu dir passt und der Rolle gerecht wird.

Drei Dinge, die sofort helfen

  1. Kläre deine Erwartungen an dich selbst, bevor andere es für dich tun.
  2. Übe die schwierigen Gespräche, bevor sie real werden – nicht erst mittendrin.
  3. Trenne die Sache von der Person, gerade wenn es eng wird.

Der Übergang von Kollegin zu Chefin gelingt nicht ohne Reibung. Aber er gelingt ohne Gesichtsverlust – wenn du ihn bewusst gestaltest, statt ihn zu erleiden.